Kitreview: Power ScrewShield

Mit dem bereits erwähnten Bausatz SD Card RTC Logshield hat mir Snootlab noch ein Power ScrewShield zur Verfügung gestellt. Das Power ScrewShield ist ein übergrosses Protoshield mit Schraubanschlüssen.

Snootlab Power ScrewShield

Auch dieser Bausatz wird in Einzelteilen geliefert und muss vom Anwender zusammengelötet werden. Snootlab liefert das Power ScrewShield in einem ESD-Beutel welcher alle nötigen Bauteile beinhaltet.

Bauteile Power ScrewShield

Das Power ScrewShield wird wie alle Arduino Shields auf ein Arduino-Board gesteckt. Alle Anschlüsse der Arduino-Buchsenleisten sind auf Schraubklemmen geführt und erlauben somit eine stabile und sichere Anschlusstechnik. Im mittleren Bereich des Shields steht eine freie Fläche mit frei nutzbaren Lötpads zur Verfügung auf welcher man eigene Schaltungen aufbauen kann. Zusätzlich ist auf der Leiterplatte ein Bereich mit Lötpads für einen SMD-Halbleiter mit 16 Pins vorhanden.

Power ScrewShield

Das Power ScrewShield kann für Anwendungen, welche höhere Spannungen oder Ströme benötigen, verwendet werden. Anwendungsfälle sind Motoranwendungen oder Anwendungen mit hochstromigen Leuchtdioden. Für diese Anwendungsfälle sind zusätzliche Anschlussmöglichkeiten für eine externe Spannung vorbereitet. Diese externe Versorgungsspannung kann über Schraubklemmen, wie auch über einen Molex-Stecker zugeführt werden. Die Anschlussbelegung des Molexsteckers entspricht der von PC-Netzteilen.

Power ScrewShield - Molex Stecker

Der Aufbau des Power ScrewShields ist recht einfach. Eine sehr detailierte Anleitung mit Bildern beschreibt jeden einzelnen Schritt des Aufbaus.

Beim Einsatz der externen Versorgungsspannung empfiehlt es sich vorher einen Blick auf den Stromlaufplan des Shields zu werfen. Mittels Lötverbindung SJ1 kann die externen Spannung auf eine Verteilerleiste, bezeichnet mit 12 V, geführt werden. Vor dem Aufstecken auf ein Arduino-Board sollte vorher mit einem Voltmeter die Spannungsführung auf der Leiterplatte überprüft werden. Gleichzeitig sollte überprüft werden wie das Arduino-Board versorgt wird. Eine externe 5 Volt-Versorgung und eine gleichzeitige Versorgung über den USB-Port kann zu Schaden führen.

Fazit:
Mit der stabilen Leiterplatte und den festen Schraubklemmen eignet sich da Power ScrewShield für produktive Arduino-Anwendungen welche viele Anschlussleitungen nutzen. Durch die dicken Leiterbahnen und die Möglichkeit der externen Versorgung ist dieses Shield ideal als Basis für Motor-oder Leuchtdioden-Anwendungen. Auch dieses Shield von Snootlab hat einen sauberen und gut lesbaren Bestückungsdruck mit welchem alle Anschlüsse und Bereiche gut verständlich gekennzeichnet sind.
Für grössere Leistungsanwendungen, beispielsweise beim Einsatz mehrerer Leistungstransistoren, kann das verfügbare Protoshield schnell zu klein werden. Die SMD-Pads und der IC-Prototypenbereich benötigen relativ viel Platz den man nach meinem Empfinden besser für frei nutzbare Lötpads verwenden könnte.

Kitreview: SD Card RTC LogShield

Snootlab ist ein französiches Unternehmen in Toulouse und hat sich auf die Entwicklung von Opensource Hardware, speziell die Entwicklung von Arduino Shields, spezialisiert.

Freundlicherweise wurde mir von Snootlab ein Memoire Shield zum Test zur Verfügung gestellt. Das Memoire Shield ist eine Erweiterungsplatine mit integriertem SD Card Adapter, Uhrenbaustein und Prototypenfläche. Auf ein Arduino-Board aufgesteckt, eignet sich dieses Shield als Datenlogger und speichert Daten von Sensoren auf einer SD Speicherkarte.

SD Card RTC Shield

Das Shield wird als Bausatz geliefert und muss vom Anwender selbst zusammengelötet werden. Der Bausatz beinhaltet neben der Leiterplatte die Stifleisten und weiteren Bauteile für den Aufbau des Datenloggers. Der Adapter für die SD Card und ein Spannungsregler (auf der Unterseite der Leiterplatte) sind bereits auf der Leiterplatte aufgelötet.

SD Card RTC Shield

Der Aufbau der Leiterplatte ist dank der sehr detailierten Montageanleitung einfach. In der Anleitung wird jeder Schritt in Bildern erklärt. Der Aufbau kann durch diese ausführliche Anleitung auch von einem Einsteiger problemlos ausgeführt werden. Zusätzlich zur Montageanleitung in Französich und Englisch stehen im Downloadbereich der Produktseite weitere Daten wie Stromlaufplan und Bestückungsplan zur Verfügung. Fortgeschrittene Anwender können die Daten des Memoire-Shield als EAGLE-CAD downloaden und weiterverwenden.

Nach dem Bestücken und Prüfen der Leiterplatte kann die Litium-Batterie in den Batteriehalter gesteckt werden und die Platine ist bereit für die ersten Test.

SD Card RTC Shield

Die beiden zu prüfenden Hauptfunktionen sind die Uhrenschaltung mit dem DS1307 und die Speicherung der Daten auf der SD Card. Beide Funktionstests können mit separaten Arduino-Sketchen geprüft werden.

Für die Uhrenschaltung empfiehlt sich der Einsatz der RTClib von Adafruit. Diese Bibliothek eigenet sich hervorragend für Uhrenanwendungen da das Einstellen der Uhrzeit automatisiert wurde. Mit der Aktivierung der Anweisung RTC.adjust() wird die Uhrzeit aus der Compilierungszeit übernommen und gesetzt.

if (! RTC.isrunning())
{
 Serial.println("RTC is NOT running!");
 // following line sets the RTC to the date & time
 // this sketch was compiled
 RTC.adjust(DateTime(__DATE__, __TIME__));
}

Nach dem einmaligen Setzten der Uhrzeit kann die Uhreinstellung wieder deaktiviert werden. Die eingestellte Uhrzeit wird nun für mehrere Jahre durch die Lithium-Zelle auf dem Shield gespeichert.

#include <Wire.h>
#include "RTClib.h"

RTC_DS1307 RTC;

void setup () {
    Serial.begin(57600);
    Wire.begin();
    RTC.begin();

  if (! RTC.isrunning()) {
    Serial.println("RTC is NOT running!");
    // following line sets the RTC to the date & time
    // this sketch was compiled
    RTC.adjust(DateTime(__DATE__, __TIME__));
  }
}

void loop () {
    DateTime now = RTC.now();

    Serial.print(now.year(), DEC);
    Serial.print('/');
    Serial.print(now.month(), DEC);
    Serial.print('/');
    Serial.print(now.day(), DEC);
    Serial.print(' ');
    Serial.print(now.hour(), DEC);
    Serial.print(':');
    Serial.print(now.minute(), DEC);
    Serial.print(':');
    Serial.print(now.second(), DEC);
    Serial.println();
}

Das Speichern von Daten auf einer SD Card, welche nicht im Lieferumfang enthalten ist, kann mit der Standard-Library SD von Arduino 1.0 erfolgen. Die elektrische Ansteuerung der Memorycard erfolgt dabei über die Standardport D10 bis D13. Falls man andere Portleitungen des Arduino-Boards verwenden möchte, kann man die Leiterbahnverbindungen an vorgesehen Stellen mit einem Messer oder Skalpell unterbrechen und nach eigenen Wünschen verdrahten.

Memoire Shield

Beide Schaltungselemente zusammen ergeben nun einen kleinen Datenlogger welcher Temperaturwerte oder andere Umweltdaten erfasst. Mein Datenlogger liest und speichert die Temperaturwerte von angeschlossenen 1-Wire-Sensoren vom Typ DS1820. Auf der freien Prototypenfläche werden die Stiftleisten für die externen Temperatursensoren aufgelötet sowie in Sensor für die interne Temperaturmessung montiert.

Memoire Shield - Internal and external 1-Wire Sensors

Ganz praktisch dabei ist saubere Beschriftung der einzelnen Ports und die Bereiche der Potentiale auf der Bestückungs-und Lötseite des Shields. So findet man ohne Messen die GND- und +5Volt-Signale.

Mein Datenlogger habe ich in eine dichte Frühstücksbox platziert. Ein kleiner Ausschnitt unter dem Deckel ist die Öffnung für das Kabel des angeschlossenen externen Temperatursensors. Der Datenlogger hat bereits in mehreren kalten Nächten die Temperatur gemessen und gespeichert.

Outdoor Datalogger Outdoor Datalogger

Fazit
Das Memoire-Shield von Snootlab ist eine sehr praktische und nützliche Erweiterung für Arduino-Anwendungen. Die Qualität und die saubere Beschriftung der Leiterplatte sowie die grosse Fläche für eigene Protoypenaufbauten sind Punkte die mir am Memoire Shield von Snootlab gefallen haben.